Ein einzigartiges Jubiläumsfest und wir waren dabei!
Am 11. und 12. Juni fand deutschlandweit der „Tag des Hundes“ statt. Gleichzeitig stand das Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda ganz im Zeichen des Hovawarts. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens dieser alten deutschen Gebrauchshunderasse wurde dort das Jubiläum mit einem umfangreichen Programm gefeiert.
Obwohl der Hovawart bereits im 19. Jahrhundert zur Entwicklung des Deutschen Schäferhundes beitrug und vor dem Ersten Weltkrieg erste züchterische Bestrebungen unternommen wurden, gilt ein Ereignis aus dem Jahr 1922 als maßgeblich für das heutige Jubiläum: Damals wurde der erste Hovawart-Wurf in das Zuchtbuch eingetragen. Die drei in Deutschland anerkannten Zuchtvereine einigten sich darauf, dieses Datum als offiziellen Ursprung der modernen Zucht festzulegen. Der erste Zuchtverein für Hovawarte war 1924 in Thale im Harz gegründet worden; die Rasse erhielt 1937 die offizielle Anerkennung.
Der Präsident des mit rund 5.000 Mitgliedern größten deutschen Hovawart-Zuchtvereins, Peter Thome, erläuterte die historische Einordnung dieses Jubiläums.
Die Veranstaltung war die größte Hovawart-Zuchtschau, die es je gab: 425 Hunde aus ganz Europa traten in den drei typischen Farbschlägen – blond, schwarz und schwarzmarken – an. Zehn internationale Zuchtrichter bewerteten die Tiere in insgesamt zehn Ringen. Zusätzlich stellten sich 90 Deckrüden bei einer speziellen Präsentation dem Publikum vor – eine Art Partnerbörse für künftige Zuchtplanungen.
Vorführungen aus dem Hundesport
Dass der Hovawart nicht nur schön, sondern auch leistungsfähig ist, zeigten Vorführungen aus dem Hundesport. Schutzdienst, Geschicklichkeitsparcours, Gehorsamsübungen sowie Einsätze in der Rettungshundearbeit verdeutlichten die Vielseitigkeit dieser Rasse. Über 1.000 Besucher erlebten bei bestem Frühsommerwetter ein vielseitiges Programm.
BOB und BOS
Höhepunkt war die Zuchtschau am Sonntag. Den Gesamtsieg errang die ungarische Hündin Anonymus Notus Ruby mit ihrem Besitzer Gabor Meszaros. Den zweiten Platz belegte Oskar vom Gültsteiner Tor mit seiner Besitzerin Kerstin Lubjuhn aus Michelstadt in Südhessen.
Fotos: Sven Greven Fotografie








